Stufe 2 · Diagnose

Drei Perspektiven. Drei unabhängige Interviews. Ein Synthese-Workshop in dem erstmals alle Stakeholder die Scores der anderen sehen. Und dann: der Moment der in fast jedem Unternehmen überrascht – der Perception Gap.

Was die Diagnose ist

Die Diagnose ist die vertiefte, datengestützte Weiterentwicklung des Quick-Checks. Wo der Quick-Check eine strukturierte Einschätzung liefert, liefert die Diagnose belastbare Zahlen, vergleichende Perspektiven und einen vollständigen Business Case.

Das Grundprinzip: Jede der drei Stakeholder-Perspektiven – HR, Einkauf, Business – bewertet die fünf Dimensionen unabhängig voneinander, bevor die Ergebnisse zusammenkommen. Die Abweichungen zwischen den Perspektiven sind oft aussagekräftiger als die absoluten Scores.


Das Kerninstrument: Perception Gap

Der Perception Gap zeigt wo HR, Einkauf und Business die Situation fundamental anders einschätzen. Typische Befunde:

HR sieht die Anbieterqualität als hoch, Business erlebt die Programme als irrelevant. Einkauf glaubt nicht eingebunden zu sein, HR denkt Einkauf interessiert sich nicht. Business gibt an keine Ziele für Programme definiert zu haben – HR glaubt die Ziele seien klar.

Diese Gaps erklären warum Governance-Entscheidungen scheitern, warum Programme nicht wirken und warum Budgetgespräche so schwierig sind. Sie sichtbar zu machen ist der erste Schritt sie zu schließen.


Die vier Phasen der Diagnose

Phase 1 · Vorbereitung (Woche 1, 3–5 Stunden) - Dokumentenanfrage, Teilnehmerplanung, Tool-Einrichtung. Ich bereite drei separate Assessment-Sheets vor – je eine Perspektive, sichergestellt dass keine gegenseitige Beeinflussung möglich ist. Quick-Check-Ergebnisse werden als Ausgangsgrundlage eingebracht.

Phase 2 · Perspektiven-Interviews (Woche 1–2, je 60–90 Minuten) Drei Einzel-Interviews mit HR-Vertreter (idealerweise CHRO oder HR Business Partner), Procurement-Vertreter (CPO oder Category Manager) und Business-Vertreter (C-Level oder Senior VP). Jedes Interview folgt derselben Struktur: alle fünf Dimensionen, Evidenzprinzip (jede Einschätzung mit konkretem Beispiel belegt), wörtliche Zitate werden dokumentiert.

Wenn kein Einkauf eingebunden ist: Das ist selbst ein kritischer Reifegradindikator – und wird entsprechend bewertet.

Phase 3 · Spend-Analyse (Woche 2, 4–6 Stunden) Systematische Analyse des L&D-Spends: welche Kategorien, welche Anbieter, welcher Spend, welcher Anteil unter Procurement-Steuerung, Anbieterkonzentration, Vertragsstruktur, Tagessätze vs. Marktbenchmarks. Die Spend-Analyse ist das quantitative Rückgrat der Diagnose – sie macht Handlungsdruck in Euro sichtbar.

Phase 4 · Synthese-Workshop (Woche 3, 90 Minuten) Alle drei Stakeholder erstmals gemeinsam. Die Scores aller Perspektiven werden nebeneinandergestellt. Größte Gaps werden diskutiert, Ursachen erarbeitet, zwei bis drei Prioritäten konsentiert. Meine Rolle: Moderator, nicht Vermittler. Das Ziel ist gemeinsames Verständnis, wo der Schmerz sitzt – nicht Konsens um jeden Preis.


Was Ihr bekommt

Vollständiges Reifegrad-Profil - Alle fünf Dimensionen aus drei Perspektiven – mit Perception Gaps, Heatmap der Abweichungen, Priorisierungsmatrix (High Impact / Low Maturity = sofortiger Handlungsbedarf).

Spend-Analyse mit Benchmark - Was wird ausgegeben, an wen, wie effizient – und wo liegt das Optimierungspotenzial im Vergleich zu Marktbenchmarks. Spend pro Führungskraft, Anbieterkonzentration, Rahmenvertragsanteil, Tagessatz-Benchmark.

ROI-Kalkulator - Vier Hebel, quantifiziert: Cost Savings durch Konsolidierung und bessere Verhandlung, Efficiency Gains durch strukturierte Prozesse, Performance Impact durch bessere Programmqualität, Retention Value durch niedrigere Fluktuation. Kein Hochglanz-Business Case – ein belastbarer Geschäftsfall für CFO und Vorstand.

Diagnose-Report - Executive Summary (zwei Seiten, entscheidungsreif) und vollständiges Report-Deck (10–15 Slides): Vorgehen, Scores, Perception Gap, Handlungsfelder, ROI-Potenzial, Empfehlung.

Wörtliche Zitate - Die stärksten Aussagen aus den drei Interviews – anonymisiert, nach Dimension sortiert, für den Report. Zitate machen den Report lebendig und überzeugend.

Klare Empfehlung - Was der sinnvolle nächste Schritt ist – mit Begründung. Wenn Stufe 3 nicht der richtige Schritt ist, sage ich das und erkläre warum.


Unser bester nächster Schritt

Die Lagebesprechung. 25 Minuten. Unabhängig davon, ob Ihr GF, CHRO oder CPO seid – dieser Einstieg ist derselbe: ein strukturiertes Gespräch über den Status quo Eures L&D-Einkaufs.

Am Ende habt Ihr ein klareres Bild, wo Ihr steht. Und ob und warum eine Zusammenarbeit Sinn macht. Kein Angebot vorher. Keine Verpflichtung danach.

Lagebesprechung buchen · henningrusslies.com
25 Minuten. Kein Pitch. Keine Agenda außer einer: Verstehen was bei Euch los ist.

Henning Russlies ist der einzige unabhängige Berater in Deutschland für den strategischen Einkauf von Leadership- und Development- Dienstleistungen — an der Schnittstelle von HR und Einkauf, ohne Provisionen, ohne Interessenkonflikte.